Wasserkocher Test & Vergleich

Welcher Wasserkocher ist der beste für Tee, Kaffee und andere heiße Getränke? Unsere Bestenliste zeigt aktuelle Geräte im neutralen Vergleich – inklusive Noten aus Wasserkocher Tests.

Wasserkocher Vergleich

91.73%83.20%72.82%68.08%65.52%60.32%59.16%58.06%57.19%
Rommelsbacher WK 3000Tefal KO6931Emerio WK-119988.7Philips HD9318/20Philips HD9350/90Bosch MyMoment TWK2M163Arendo ElegantClatronic WKS 3692Krups BW801810
Volumen
1700 ml1500 ml1700 ml1700 ml1700 ml1700 ml1500 ml1500 ml1700 ml
Temperaturregelung
6x (45-100°C)5x (40-100°C)OhneOhneOhneOhne13x (40-100°)Ohne5x (40-100°C)
Warmhaltefunktion
Ja (30 min)Ja (30 min)OhneOhneOhneOhneJa (30 min)OhneJa (30 min)
Füllanzeige
2 (seitlich)1 (innen)2 (seitlich)1 (seitlich)1 (hinter Griff)1 (hinter Griff)1 (innen)1 (innen)1 (innen)
Display
TemperaturTemperaturOhneOhneOhneOhneTemperaturOhneTemperatur
Außenmaterial
Gebürsteter EdelstahlKunststoffGlasKunststoff (pulverbeschichtet)Gebürsteter EdelstahlKunststoffMatt lackiertGebürsteter EdelstahlHochglanz lackiert
Sicherheit
AbschaltautomatikAbschaltautomatikAbschaltautomatikAbschaltautomatikAbschaltautomatikAbschaltautomatikn.a.Abschaltautomatikn.a.
Kalkfilter
Mit (abnehmbar)MitMitMitMitn.a.n.a.n.a.n.a.
Abmessungen
23,0 x 15,2 x 24,0 cm20,8 x 25,1 x 15,7 cm22,5 x 16,2 x 24,5 cm16,0 x 22,3 x 25,3 cm23,0 x 15,6 x 24,3 cm15,8 x 23,7 x 26,7 cm24,5 x 22,0 x 15,2 cm23,3 x 23,0 x 14,2 cm22,0 x 17,5 x 27,5 cm
Gewicht (Kessel)
1100 g1050 g1100 g1220 g1100 g1000 g1210 gn.a. g1400 g
Leistung
300018002200220020002400220022001800
Besonderheit
Testsieger "gut (2,0)" bei Stiftung Warentest 02/2025, "sehr gut (93,0%)" bei ETM Testmagazin (03/2024)"sehr gut (1,3)" bei Haus & Garten Test 02/2019"gut (2,2)" bei Stiftung Warentest 02/2025
Angebote*
Hinweis zur Wertung*

Wasserkocher Test

Der aktuelle Wasserkocher Test von Stiftung Warentest stammt aus Heft 03/2025. Dabei haben die Prüfer 7 Geräte mit und 6 Modelle ohne Temperaturregelung verglichen. Zusätzlich wurden zwei Heißwasserspender bewertet. Die Testsieger unter den Wasserkochern mit einstellbarer Temperatur stammen von Rommelsbacher (WK3000) und WMF (Glas-Wasserkocher Vario). Sie erhielten jeweils die Gesamtnote „gut (2,0)“. Bei den Modellen mit reiner Kochfunktion lag Bosch vorne, wie schon im vorigen Test (s.u.). Der TWK2M163 erreichte die Note „gut (2,2)“.

Der vorige Test lag 12 Jahre zurück. In Heft 01/2013 traten 12 Modelle mit Temperarturregelung und 5 Geräte mit reiner Kochfunktion an. Zwar sind die damals am besten benoteten Modelle heute alle nicht mehr im Handel zu finden. Doch eine Ausnahme gibt es. Der Testsieger Bosch Styline TWK8613 erhielt mit „gut (2,1)“ die beste Note aller Wasserkocher. Und dessen weitgehend baugleicher Nachfolger ist auch heute erhältlich: als Styline TWK8613P (schwarz) oder auch Styline TWK8614P (rot). Wer den Test von 2013 nachlesen möchte, findet ihn übrigens bei Stiftung Warentest hier zum Download.

Welcher Wasserkocher ist der beste für mich?

Was ist bei einem Wasserkocher wichtig?

Wichtig sind bei einem Wasserkocher vor allem Größe, Handhabung und Sicherheit. Im Einzelnen sind das alle folgenden Kriterien, nach denen wir jedes Modell im Vergleich nach einem einheitlichen System bewerten.

Tankvolumen

Erstes Kriterium ist das Volumen. Je mehr Liter der Wasserkocher erhitzen kann, desto vielseitiger ist er. Als eine Art Standardgröße haben sich 1,7 Liter etabliert. Der Großteil der Geräte in unserem Vergleich bietet diese Tankgröße. Diese Markierung sollte man auch tatsächlich als Maximum handhaben. Denn beim Überfüllen kann kochendes Wasser aus der Kanne auslaufen oder spritzen.

Neben der maximalen Befüllung ist aber auch die Mindestmenge wichtig. Soweit sie angegeben wird, liegt sie je nach Modell zwischen 0,25 und 0,75 Litern. Wer grundsätzlich eher kleinere Portionen aufkochen möchte, sollte daher auf ein kleines Minimum achten. So vermeidet man es, immer wieder Energie für unnötige Mengen zu verbrauchen. Unterhalb der Minimum-Markierung sollte man das Gerät übrigens nicht einschalten. Sonst kann es zu einem Trockenlauf bzw. zur Überhitzung des Heizelements kommen.

Im Wasserkocher Vergleich haben wir eine möglichst große maximale Füllmenge bewertet. Künftig fügen wir auch eine möglichst kleine Mindestfüllmenge hinzu. Zusammen bewertet dies bei einem Kocher einen breiten Anwendungsbereich.

Anzeige des Füllstands

Um möglichst genau die benötigte Menge an Wasser zu erhitzen, ist eine gute Füllstandsanzeige wichtig. Diese sollte sich auf der Außenseite ablesen lassen, damit man nicht umständlich in den Tank hineinschauen muss. Komfortabel wird es, wenn es sogar zwei seitliche Mengenanzeigen gibt. So können sowohl Rechts- als auch Linkshänder die Anzeige auf der jeweils zum Körper hin gedrehten Seite ablesen. Weniger günstig ist eine Platzierung hinter dem Griff, da dies keine gute Sicht auf den Wasserpegel erlaubt.

Die Anzahl der Markierungen sollte möglichst präzise sein, um die richtige Menge einzufüllen. Das spart Wasser, Zeit und Energie. Dabei helfen Sprünge von 0,5 Litern zwischen zwei Strichen wenig. Schlechtestes Beispiel im Vergleich war ein Abstand von 1,2 Litern zwischen zwei Markierungen. Ideal sind Abstände von 0,2 oder 0,25 Litern – das entspricht etwa einer Teetasse. Ob die Anzeige dabei in „Liter“ oder „Tassen“ gehalten wird, spielt für unsere Wertung keine Rolle. Wichtig ist im zweiten Fall nur, dass der Hersteller die von ihm gemeinte Tassengröße angibt.

Temperaturwahl und -anzeige

Wasser kochen können alle Modelle. Aber rund die Hälfte aller Wasserkocher im Vergleich bieten neben 100°C weitere Temperaturstufen. Das ist dann relevant, wenn man Wasser nur auf eine bestimmte Gradzahl erwärmen will. Beispiel dafür sind etwa die Zubereitung verschiedener Teesorten oder Instant-Kaffee. Alle Geräte mit einer Temperaturwahl im Vergleich besitzen mindestens 4 Einstellungen, einzelne haben sogar über 10 verschiedene Stufen. Auch bei sehr genauen Vorstellungen, wie viel Grad das Wasser haben soll, kann man also das richtige Gerät finden.

Für kochendes Wasser ist eine Temperaturanzeige sicher nicht nötig. Zum einen schalten sich alle verglichenen Modelle automatisch aus, wenn 100 Grad Celsius erreicht sind. Zum anderen kann man sehen, ob es bubbelt und sprudelt. Bei einstellbaren niedrigeren Temperaturen ist eine Anzeige dagegen sinnvoll. Bis auf eine Ausnahme zeigen daher auch alle Wasserkocher mit Temperaturregelung in recht großen digitalen Ziffern die aktuelle Wassertemperatur an.

Warmhaltefunktion

Eine Warmhaltefunktion kann nützlich sein und wird oft als komfortabel empfunden. Sie verbraucht aber mitunter mehr Energie, als wenn man leicht abgekühltes Wasser einfach erneut erhitzt. Vor allem bei Modellen mit Warmhaltezeiten von bis zu 30 Minuten kann ein deutlicher Mehrverbrauch entstehen. Ob man die Funktion benötigt, hängt daher stark vom eigenen Nutzungsverhalten ab.

Kabellos und drehbar um 360°

Moderne Wasserkocher bietet fast immer einen kabellosen Wassertank, der sich auf einer separaten Bodenplatte um 360° drehen und in jeder Ausrichtung nutzen lässt. Dafür stellt man ihn einfach mittig auf die Bodenplatte. Diese ist wiederum per Stromkabel mit der Steckdose verbunden und versorgt das Handgerät mit Energie.

Sicherheitsfunktionen

Für die Sicherheit entscheidend ist vor allem eine automatische Abschaltung. Außerdem sollten der Griff und die Standfüße rutschfest sein. Und zum Schutz vor Dampf bzw. heißem Wasser lassen sich gute Deckel sicher per Knopfdruck entriegeln.

Automatisches Abschalten

Für die Sicherheit entscheidend ist eine Abschaltautomatik in folgenden Fällen.

  • Hochheben des Geräts von der Basisstation: Sobald man die Kanne von der Basis nimmt, muss der Heizvorgang enden. Bei drahtlosen Modellen ist das ohnehin der Fall, da man die Energiezufuhr unterbricht. Setzt man die Kanne anschließend wieder auf den Sockel, ohne das Gerät vorher auszuschalten, sollte der Kochvorgang idealerweise nicht erneut starten.
  • Erreichen der Kochstufe: Der sogenannte Kochstopp sorgt dafür, dass ein Wasserkocher sich automatisch ausschaltet, sobald das Wasser kocht. Bei Modellen mit Temperaturwahl gilt dasselbe für das Erreichen der gewählten Gradzahl.
  • Schutz vor Überhitzung bzw. Trockenlauf des Tanks mit zu geringer Füllmenge.
  • Manueller Stopp per Ausschalter

Deckel mit Druckknopf

Den Deckel sollte man sicher öffnen können. Am besten geht das über einen Knopf zum Entriegeln und Öffnen. Solche ein Knopf kann oben am Griff oder im Deckel selbst angebracht sein. Wichtig ist, dass die Hand beim Öffnen nicht mit der heißen Unterseite des Deckels oder dem aufsteigenden Wasserdampf in Berührung kommt.

Auch Pflege und Wartung sind im Wasserkocher Test wichtig

Für die Langlebigkeit des Produkts sind ein Kalkfilter und ein verdecktes Heizelement vorteilhaft.

Entnehmbarer Kalkfilter

Kalk im Leitungswasser kann nach und nach das Gerät beschädigen und für schlechteren Geschmack sorgen. Deshalb sollte ein guter Wasserkocher über einen Kalkfilter bzw. Kalksieb verfügen. Das verhindert, dass Kalkpartikel aus der Kanne in die Tasse gelangen. Um auch den Filter gut pflegen zu können, sollte er entnehmbar sein. Dann kann man ihn regelmäßig gründlich reinigen, wie es die jeweilige Bedienungsanleitung erläutert.

Verdecktes Heizelement

Verdeckte Heizelemente sind vollständig in den Boden des Kochers eingelassen und dadurch geschützt. Das bietet zwei Vorteile. Erstens ist dadurch ein glatter oder leicht geriffelter Kannenboden möglich, den man viel leichter reinigen kann. Und zweitens kommt man bei der Reinigung nicht mit dem eigentlichen Heizelement in direkte Berührung. Das wiederum dient der Sicherheit.

Alternativen zu einem Wasserkocher

Wer häufig heißes oder kochendes Wasser benötigt, kann ein Warmwassergerät auch direkt mit der Armatur verbinden. Für 100 Grad heißes Wasser bietet sich ein Kochendwassergerät an. Diese werden meist oberhalb der Spüle montiert. Direkt an der Spüle kann man zudem einen elektrischen Wasserhahn installieren. Bei diesen erreichen aber nur Topmodelle sehr heiße oder gar Kochtemperaturen.