Ein Warmwasserspeicher Test soll die Suche nach einem neuen Speichergerät vereinfachen. Wir informieren über aktuelle Testberichte und vergleichen für Sie Boiler verschiedener Größen und Energiezufuhr. Starten wir mit den beliebten elektrischen Kleinspeichern. Alle weiteren Bauweisen und Größen finden Sie im Warmwasserspeicher Vergleich.
Inhaltsverzeichnis
Kleinspeicher im Vergleich
In dieser Gruppe finden sich Kleinspeicher mit 5 bis 15 Litern und klassische elektrische Speicher mit 30 bis 300 Litern Volumen. Beide arbeiten mit Strom und sind unabhängig vom Heizsystem.
| 96.90% | 92.00% | 91.92% | 90.20% | 89.78% | 73.80% | ||||
| Vaillant eloSTOR VEN 5/7-5 U plus | Thermoflow OT5 | Stiebel Eltron SNU 5 Plus | AEG Huz 5 222161 | Stiebel Eltron SNU 5 SL | Bosch Tronic Store Advanced 5T | ||||
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| Volumen | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 5 l | 5 l | 5 l | 5 l | 5 l | 5 l | ||||
| Temperatureinstellung | |||||||||
| Stufenlos von 7-85 °C | Stufenlos von 35-75 °C | Stufenlos von 35-85 °C | Stufenlos von 35-85 °C | Stufenlos von 35-85 °C | 38, 60 oder 85 °C | ||||
| Bedienung | |||||||||
| Drehrad | Drehrad | Drehrad | Drehrad | Drehrad | Drehschalter | ||||
| Leistung | |||||||||
| 2000 W | 2000 W | 2000 W | 2000 W | 2000 W | 1800 W | ||||
| Energieverbrauch | |||||||||
| 481 kWh/a | 490 kWh/a | 481 kWh/a | 483 kWh/a | 487 kWh/a | 511 kWh/a | ||||
| EEK (A-G) | |||||||||
| A | A | A | A | A | A | ||||
| Abmessungen | |||||||||
| 40,0 x 24,0 x 23,2 cm | 42,0 x 27,0 x 18,0 cm | 42,3 x 24,0 x 21,2 cm | 41,5 x 23,3 x 25,2 cm | 42,1 x 26,3 x 23,0 cm | 43,5 x 27,0 x 24,0 cm | ||||
| Gewicht | |||||||||
| 3000 g | 2800 g | 2780 g | 3000 g | 3000 g | 3040 g | ||||
| Montageposition | |||||||||
| Untertisch | Obertisch | Untertisch | Untertisch | Untertisch | Untertisch | ||||
| Bauweise | |||||||||
| Niederdruck | Niederdruck | Niederdruck | Niederdruck | Niederdruck | Niederdruck | ||||
| Stromanschluss | |||||||||
| Steckerfertig | Steckerfertig | Steckerfertig | Steckerfertig | Steckerfertig | Steckerfertig | ||||
| Angebote* | |||||||||
Wie finde ich den richtigen Kleinspeicher?
Für die nähere Auswahl wichtig sind die gewünschte Höchsttemperatur, eine zu den Armaturen passende „offene“ oder „geschlossene“ Bauweise sowie die vorgesehene Platzierung oberhalb oder unterhalb der Armatur.
Maximale Wassertemperatur
Die meisten kleinen Boiler können das kalte Leitungswasser stark erhitzen. Viele ermöglichen 75 °C, manche sogar 85 °C. Teilweise lässt sich diese Temperatur einstellen – in festen Stufen oder stufenlos. Wer oft weniger heißes Wasser braucht, kann dadurch weniger Energie verbrauchen. Wenn Sie eine einzelne Entnahmestelle versorgen wollen, aber höhere Gradzahlen wünschen, sollten Sie zum Vergleich ein Kochendwassergerät in Betracht ziehen.
Einstellbereich
Je genauer man seine Wunschtemperatur einstellen kann, desto weniger Kaltwasser muss man dem bereits vorgeheizten Wasser an der Armatur wieder beimischen. Erfreulicherweise ermöglichen fast alle modernen Kleinspeicher im Vergleich eine recht präzise Justierung über einen breiten Temperaturbereich hinweg.
Platzbedarf
Gerade unter der Spüle oder über der Arbeitsplatte ist der Platz oft knapp bemessen. Und auch wenn alle kleinen Warmwasserspeicher ein ähnliches Volumen besitzen, bauen manche etwas kompakter als andere. Diese Unterschiede können sich beim Einbau bemerkbar machen, daher sollte man im Zweifel zuvor exakt nachmessen.
Energieverbrauch
Da Kleinspeicher stets Wasser auf Vorrat erhitzen, ist der Energieverbrauch dafür ein weiterer wichtiger Vergleichspunkt. Wir nennen zur Orientierung die offiziellen Verbrauchswerte gemäß EU-Richtlinie.
Übertisch- oder Untertischgerät? Platzierung über oder unter der Spüle
Kleinen 5- oder 10-Liter-Boiler montiert man in der Regel direkt an einem einzelnen Waschbecken montiert. Dabei stellt sich aus praktischen (und ästhetischen) Gründen die Frage, ob sie sich „über“ oder „unter“ der Armatur befinden sollen.
Untertischgeräte werden unterhalb der Spüle montiert, Übertischgeräte darüber. Welche Variante geeignet ist, hängt von den baulichen Gegebenheiten ab und der Aufteilung in der Küche ab. Wo beides möglich ist, werden meist Untertischgeräte bevorzugt, da sie unauffälliger sind.
Alle Kleinspeicher in der Bestenliste

- Volumen: 5 l
- Temperatureinstellung: Stufenlos von 35-85 °C
- Bedienung: Drehrad
- Leistung: 2000 W
- Energieverbrauch: 481 kWh/a
- EEK (A-G): A
- Abmessungen: 42,3 x 24,0 x 21,2 cm
- Gewicht: 2780 g
- Montageposition: Untertisch
- Bauweise: Niederdruck
- Stromanschluss: Steckerfertig

- Volumen: 5 l
- Temperatureinstellung: Stufenlos von 35-85 °C
- Bedienung: Drehrad
- Leistung: 2000 W
- Energieverbrauch: 483 kWh/a
- EEK (A-G): A
- Abmessungen: 41,5 x 23,3 x 25,2 cm
- Gewicht: 3000 g
- Montageposition: Untertisch
- Bauweise: Niederdruck
- Stromanschluss: Steckerfertig

- Volumen: 5 l
- Temperatureinstellung: Stufenlos von 35-85 °C
- Bedienung: Drehrad
- Leistung: 2000 W
- Energieverbrauch: 487 kWh/a
- EEK (A-G): A
- Abmessungen: 42,1 x 26,3 x 23,0 cm
- Gewicht: 3000 g
- Montageposition: Untertisch
- Bauweise: Niederdruck
- Stromanschluss: Steckerfertig
- Markierungen am Drehrad für 55°C, 60°C („Eco“) und 65°C

- Volumen: 5 l
- Temperatureinstellung: Stufenlos von 35-75 °C
- Bedienung: Drehrad
- Leistung: 2000 W
- Energieverbrauch: 490 kWh/a
- EEK (A-G): A
- Abmessungen: 42,0 x 27,0 x 18,0 cm
- Gewicht: 2800 g
- Montageposition: Obertisch
- Bauweise: Niederdruck
- Stromanschluss: Steckerfertig

- Volumen: 5 l
- Temperatureinstellung: Stufenlos von 7-85 °C
- Bedienung: Drehrad
- Leistung: 2000 W
- Energieverbrauch: 481 kWh/a
- EEK (A-G): A
- Abmessungen: 40,0 x 24,0 x 23,2 cm
- Gewicht: 3000 g
- Montageposition: Untertisch
- Bauweise: Niederdruck
- Stromanschluss: Steckerfertig

- Volumen: 5 l
- Temperatureinstellung: 38, 60 oder 85 °C
- Bedienung: Drehschalter
- Leistung: 1800 W
- Energieverbrauch: 511 kWh/a
- EEK (A-G): A
- Abmessungen: 43,5 x 27,0 x 24,0 cm
- Gewicht: 3040 g
- Montageposition: Untertisch
- Bauweise: Niederdruck
- Stromanschluss: Steckerfertig
Alle Warmwasserspeicher im Vergleich
| Elektrische Kleinspeicher | Elektrische Großspeicher | Speicher mit Luft-Wärmepumpe | Heizkessel-Speicher | Solar-Warmwasserspeicher | Speicher für separate Wärmepumpen | Kombi-/ Pufferspeicher | |||||
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| Volumen | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 5–15 l | 30–300 l | 100–300 l | 100–500 l | 200–500 l | 200–500 l | 300–1000 l | |||||
| Verwendung | |||||||||||
| Einzelzapfstelle (Handwaschbecken, Spüle) | Mehrere Zapfstellen gleichzeitig | Mehrere Zapfstellen gleichzeitig | Mehrere Zapfstellen gleichzeitig | Mehrere Zapfstellen gleichzeitig | Mehrere Zapfstellen gleichzeitig | Mehrere Zapfstellen gleichzeitig | |||||
| Heizprinzip | |||||||||||
| Elektrischer Heizstab | Elektrischer Heizstab | Umgebungsluft, oft Zusatzheizstab | Heizkessel über Wärmetauscher | Solarkollektoren über Wärmetauscher. Meist zweiter Wärmetauscher für Kessel, oft mit Zusatzheizstab | Heizungs-Wärmepumpe über Wärmetauscher | Verschiedene Geräte, oft Zusatzheizstab | |||||
| Energieversorgung | |||||||||||
| Stromanschluss | Stromanschluss | Stromanschluss | Heizungsanlage | Solaranlage, oft zusätzlich Heizung. (Bei Zusatzheizstab auch Stromanschluss) | Separate Wärmepumpe | Heizungs- und Trinkwassersystem. (Bei Zusatzheizstab auch Stromanschluss) | |||||
| Bauweise | |||||||||||
| Offen (drucklos) | Geschlossen (druckfest) | Geschlossen (druckfest) | Geschlossen (druckfest) | Geschlossen (druckfest) | Geschlossen (druckfest) | Geschlossen (druckfest) | |||||
| Max. Temperatur | |||||||||||
| 75–85 °C | 75–85 °C | 55–60 °C (mit Heizstab bis 65 °C) | ca. 60 °C | >90 °C (Abgabe auf ca. 50–60 °C begrenzt) | 55–60 °C | 60–80 °C (je nach Anbindung) | |||||
| Platzierung | |||||||||||
| Direkt an Waschbecken / Spüle | Heizungs-/ Technikraum | Heizungs-/ Technikraum | Heizungs-/ Technikraum | Heizungs-/ Technikraum | Heizungs-/ Technikraum- oder Technikraum | Heizungs-/ Technikraum | |||||
| Typische Montage | |||||||||||
| Wandmontage | Wandmontage oder bodenstehend | Bodenstehend | Bodenstehend | Bodenstehend | Bodenstehend | Bodenstehend | |||||
| Angebote* | |||||||||||
| Elektrische Kleinspeicher ansehen | |||||||||||
Gibt es einen Warmwasserspeicher Test?
Da Magazine wie Stiftung Warentest seit längerem nichts dergleichen bieten, haben wir aktuell beliebte Warmwasserspeicher für Sie zusammengestellt. So sparen Sie sich die Zeit, die verschiedensten Modelle und Herstellerangaben zu sichten.
- Einen aktuellen Warmwasserspeicher Test von Stiftung Warentest oder ÖKO-Test hat es in den letzten Jahren nicht gegeben. Sobald ein unabhängiges Verbraucherinstitut einen Test veröffentlicht, finden Sie bei uns darüber Informationen sowie den entsprechenden Testsieger.
- Unsere Bestenliste zeigt Ihnen aktuelle Warmwasserspeicher, bewertet anhand ihrer offiziellen Eigenschaftsangaben. Damit erhalten Sie einen schnellen Überblick, welche Warmwassergeräte für Sie eher in Frage kommen. So müssen Sie nicht mühsam alle einzelnen Angebote vergleichen.
- Tipp: Die Käufermeinungen großer Online-Shops bieten eine gute Entscheidungshilfe für oder gegen ein bestimmtes Modell. Denn dabei fließen teils ausgiebige Erfahrungen mit den Spitzenmodellen mit ein.
Welcher Warmwasserspeicher passt zu mir?
Die Auswahl eines passenden Warmwasserspeichers hängt stark vom Einsatzzweck und vorhandenen Energiequellen ab. Oft sind zudem Platzbedarf sowie Effizienz wichtige Kriterien. Anhand folgender, typischer Situationen können Sie die Auswahl des richtigen Warmwasserspeichers vereinfachen:
- Elektrische Kleinspeicher – für eine einzelne Zapfstelle, z. B. Gäste-WC oder kleine Handwaschplätze, Spüle, Gartenhaus, Campingmobile oder Wohnmobile mit Spülblock, Altbau-Küchen ohne Warmwasseranschluss
- Klassische elektrische Speicher – für mehrere Zapfstellen, geeignet für Wohnungen oder kleine Häuser ohne zentrale Warmwasserversorgung, Vereinsräume mit einfacher Küche oder Ferienwohnungen, Wohnungen oder kleine Häuser ohne zentrale Warmwasserversorgung
- Kompakte Wärmepumpenspeicher mit eigener Aufheizung durch Luft-Wärmepumpe – für energieeffiziente Warmwasserbereitung und elektrischer Nachheizung bei Bedarf.
- Speicher ohne eigene Aufheizung (mit optionaler Nachheizung) – sie puffern Wärme aus anderen Quellen: Heizkessel, Solarkollektoren, externe Wärmepumpen oder Kombinationen. Dazu zählen indirekt beheizte Speicher, Solar- und Kombispeicher.
Im Folgenden schauen wir uns diese Anwendungsfälle im Einzelnen an.
Elektrische Warmwasserspeicher mit Heizstab
Welches Volumen sollte mein elektrischer Warmwasserspeicher haben?
Die Größe richtet sich direkt nach dem Warmwasserbedarf. Das heißt, es sollte für Ihren Bedarf genug heißes Wasser auf einmal verfügbar sein. Denn ist die Füllmenge des Boilers aufgebraucht, muss er erst wieder neues Wasser aufnehmen und allmählich erhitzen. Das kann je nach Gerät zwischen ca. 10 und 30 Minuten dauern. Bis dahin fließt Leitungswasser zunächst kalt zur Armatur. Mit diesen Beispielen fällt es Ihnen leichter, die passende Tankgröße zu wählen.
Kleinspeicher (5 – 15 Liter Volumen)
Warmwasser für eine einzelne Zapfstelle mit geringen Entnahmemengen.
- Zum Händewaschen, z.B. im Gäste-WC oder
- zum Spülen, z.B. in der Küche
Wandspeicher (ab ca. 80 Liter Volumen)
Warmwasser für mehrere Anschlüsse und große Entnahmemengen.
- Handwaschbecken und gleichzeitig
- Küchenspüle und parallel
- Badewanne oder Dusche.
Brauche ich eine offene oder geschlossene Bauweise?
Warmwasserspeicher mit elektrischem Heizstab unterscheiden sich in Geräte mit „offener“ und solche mit „geschlossener“ Bauweise. Dabei geht es um folgende technische Besonderheiten.
Offene Speicher (drucklos)
In offenen oder auch „drucklosen“ Speichern hat die Wasseroberfläche Kontakt zur Außenluft. Sie arbeiten ohne Leitungsdruck und brauchen deshalb eine spezielle „Niederdruckarmatur“ für die Wasserentnahme. Üblich ist diese Bauweise nur bei kleineren elektrischen Speichern zwischen etwa 5 und 15 Litern Volumen, die in aller Regel nur eine einzige Zapfstelle versorgen.
- Typische Bauweise für kleine Speicher bis etwa 10 Liter
- Können eine einzige Zapfstelle versorgen.
- Eignen sich zum Händewaschen und Spülen.
- Arbeiten ohne Wasserleitungsdruck.
- Müssen in direkter Nähe zur Armatur montiert werden.
- Benötigen eine offene Bad- bzw. Küchenarmatur.
Geschlossene Speicher (druckfest)
Bei „geschlossenen“ elektrischen Speichern ist das Wasser hingegen im Boiler druckfest von der Luft abgeschirmt. Damit der Leitungsdruck im Tank in einem sicheren Rahmen bleibt, verwenden sie eine Boiler-Sicherheitsgruppe. Solche Geräte hängen direkt am Hausleitungsdruck und brauchen daher keine Spezialarmaturen. Bei allen größeren elektrischen Warmwasserspeichern ab ca. 30 Litern ist diese Bauweise Standard. Mit ihnen kann man also auch mehrere Anschlüsse bedienen.
- Übliche Bauweise ab ca. 30 Litern
- Können mehrere Anschlüsse mit Warmwasser versorgen.
- Eigen sich zum Duschen, Baden, Spülen und Händewaschen.
- Funktionieren mit Wasserleitungsdruck.
- Können weiter entfernt von den Entnahmestellen montiert werden.
- Müssen mit druckfesten Armaturen kombiniert werden.
Die Unterscheidung zwischen diesen zwei Bauweisen ist übrigens ausschließlich bei den klassischen, direkt strombetriebenen Speichern wichtig. Alle anderen Speicherarten (egal ob mit Solar-, Heizkessel- oder Wärmepumpenbindung) sind druckfeste, geschlossene Systeme. Bei größeren Warmwasserspeichern ist die Einbauposition dagegen nicht an die unmittelbare Entnahmestelle gekoppelt. Man stellt sie zentral auf, etwa im Keller oder einem Abstellraum. Daher gibt es bei ihnen keine Über-/Untertisch-Unterscheidung.
Unabhängige Luft-Wasser-Wärmepumpen mit Speicher
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit integriertem Speicher ist ein Kompaktgerät , das vom Heizsystem getrennt arbeitet. Zur Energiegewinnung entzieht sie der Umgebungsluft Wärme und benötigt deshalb vergleichsweise wenig Strom. Allerdings ist ausreichend Luftvolumen erforderlich, wobei einige mit Umluft arbeiten, während andere an Außenluftleitungen angeschlossen werden. Dabei beeinflusst die Wahl der Luftführung sowohl die Effizienz als auch den Komfort im Aufstellungsraum, weil Warmwasser-Wärmepumpen ein hörbares Betriebsgeräusch erzeugen. Aus diesem Grund werden sie meist in Kellern oder Nebenräumen aufgestellt. Als Speicherkapazität sind 100 bis 300 Liter typisch. Der Speicher sollte den Tagesbedarf decken, denn Wärmepumpen heizen nicht so schnell nach wie ein elektrischer Heizstab. Letzteren verwenden einige Modelle daher als Reserve, um bei erhöhtem Bedarf zusätzliche Wärme zu erzeugen. Die erreichbare Temperatur beträgt meist 55–60 °C, mit Zusatzheizung leicht darüber.
Für Gebäude mit Wärmepumpe
Ein Wärmepumpenspeicher für externe Wärmepumpen ist auf niedrige Vorlauftemperaturen ausgelegt und verfügt über eine besonders große Tauscherfläche. Sie ist entscheidend dafür, dass die niedrigen Vorlauftemperaturen effizient genutzt werden. Eine geringe Wärmetauschergröße bremst die Energieübertragung und verlängert die Aufheizzeit. Da Wärmepumpen langsamer nachheizen als Heizkessel, empfiehlt es sich, den Speicher nicht zu knapp zu dimensionieren. Üblich sind auch hier rund 200 bis 500 Liter Volumen. Viele Modelle sichern die Warmwasserlieferung zusätzlich durch einen elektrischen Heizstab ab, der an besonders kalten Tagen oder kurzfristig hohem Bedarf einspringen kann. Die Dämmung ist bei diesem Speichertyp besonders wichtig, da Wärmepumpen kontinuierlich, aber mit geringer Leistung arbeiten und Wärmeverluste besonders kritisch wären.
Speicher mit Wärmetauscher für Häuser mit Heizkessel
Ein indirekt beheizter Speicher nutzt das Heizungswasser eines Gas-, Öl- oder Fernwärmekessels, um das Trinkwasser über einen Wärmetauscher zu erwärmen. Typische Größen liegen zwischen 100 und 500 Litern. Bei einem Haushalt mit mehreren Personen sind Speicher mit 200 bis 300 Litern üblich, bei kleineren Haushalten reichen geringere Kapazitäten. Die Größe der Wärmetauscherfläche bestimmt, wie schnell der Speicher wieder aufgeheizt werden kann. Ein größerer Tauscher sorgt dafür, dass das Trinkwasser schneller auf die gewünschte Temperatur kommt. Als Option ist je nach Modell ein zweiter Wärmetauscher möglich, um zusätzlich Solarenergie einzubinden, oder über Anschlüsse für eine Zirkulationsleitung, die den Warmwasserkomfort erhöht.
Für größere Gebäude und mehrere Energiequellen
Ein Kombispeicher vereint Heizungs- und Trinkwasserspeicherung. Die Speicher sind mit unterschiedlichen Anschlüssen und Wärmetauschern ausgestattet, um verschiedene Energiequellen wie Solarthermie, Holzheizung oder Wärmepumpe einzubinden. Das Trinkwasser wird dabei entweder über eine Frischwasserstation im Durchlauf erhitzt oder in einem separaten Behälter gespeichert. Je mehr Energiequellen angebunden werden und je höher der Bedarf liegt, desto mehr Volumen ist nötig. Typische Größen liegen zwischen 300 und 1000 Litern. Große Speicher können Schwankungen zwischen Energieangebot und -bedarf besser puffern, erfordern allerdings auch eine sehr gute Dämmung, um erhebliche Energieverluste zu vermeiden.
Für Häuser mit Solarkollektoren
Ein Solar-Warmwasserspeicher fasst meist 200 bis 500 Liter und besitzt ein oder zwei Wärmetauscher. Ein einzelner Wärmetauscher genügt für reine Solarunterstützung. Ein zweiter Wärmetauscher eröffnet zusätzliche Optionen, etwa die Kombination mit einem Heizkessel. Solch ein Solar-Modell ist für die Kombination mit Solarkollektoren gedacht und benötigt fast immer eine elektrische oder hydraulische Zusatzheizung, wenn die Sonne nicht reicht. Andererseits können sie bei starker Sonneneinstrahlung durchaus Temperaturen von 90 °C oder mehr erreichen. Damit das Wasser am Hahn nicht zu heiß wird, sitzt fast immer ein Mischventil zur Temperaturregulierung zwischen Speicher und Leitungsnetz. Eine sehr gute Isolierung des Behälters ist zudem erforderlich, damit einmal gewonnene Wärme möglichst lange nutzbar bleibt.
Bekannte Hersteller von Warmwasserspeichern
Am Markt gibt es eine ganze Reihe von Anbietern, die sich auf Warmwasserspeicher unterschiedlicher Bauart spezialisiert haben. Einige Marken sind vor allem für kompakte Geräte bekannt, andere für große Speicher oder komplexe Systeme mit mehreren Energiequellen.
Zu den etablierten Herstellern zählen:
- AEG, Clage und Ariston, die vor allem kleine elektrische Speicher und Kompaktlösungen anbieten.
- Stiebel Eltron, Viessmann sowie Siemens, die ein breites Sortiment vom Kleinspeicher bis zu großen Speichern für Heizsysteme abdecken. Bei Siemens ist zu beachten, dass viele Warmwasserspeicher inzwischen direkt unter der Marke Bosch angeboten werden.
- Junkers, eine lang bekannte deutsche Marke, die inzwischen vollständig zu Bosch Thermotechnik gehört und heute offiziell unter Junkers Bosch firmiert.
- Atlantic und Gorenje, die viele Speicher für den europäischen Markt liefern, darunter auch preisgünstige Modelle.
- Hoval und Oertli, die vor allem in Österreich und der Schweiz stark im Bereich großer Speicher und Systemintegration auftreten.
Damit sind die wichtigsten Marken benannt, die sowohl für kleine Anwendungen wie Gäste-WCs als auch für große, komplexe Heizsysteme passende Speicher anbieten.
Warmwasserspeicher anschließen
Selber montieren oder Fachleute beauftragen?
Bei Warmwasserspeichern gibt es nur wenige Fälle, in denen eine Selbstmontage zulässig ist. In der Regel gilt aber Folgendes:
Was man als Laie selbst machen darf:
- Einen Warmwasserspeicher, der werkseitig mit Schuko-Stecker geliefert wird, an eine vorhandene, funktionsfähige Steckdose anschließen. Das betrifft ausschließlich Modelle bis ca. 3 kW Leistung.
- Das Gerät an der Wand aufhängen, solange man dabei keine Elektro- oder Wasserinstallation öffnet.
Wann eine Fachkraft nötig ist:
- Wenn der Speicher an eine Stromleitung fest angeschlossen werden muss .
- Bei Änderungen an elektrischen Leitungen, z.B. Verlegung oder Absicherung.
- Wenn wasserführende Teile wie Sicherheitsgruppe oder Druckminderer geöffnet oder neu installiert werden sollen.
- Für die Montage an druckführenden Leitungen mit korrekter Abdichtung usw.
Mit Ausnahme der Montage von Kleinspeichern muss man also fast immer einen Fachbetrieb beauftragen. Die groben Anforderungen bei der Installation haben wir Ihnen im Folgenden zusammengestellt. Jeder zugelassene Warmwasserspeicher besitzt aber eine detaillierte Gebrauchsanleitung mit entsprechenden Hinweisen.
Kleinspeicher installieren
Bei Mini-Warmwasserspeichern bis 3,3 kW kann die Montage besonders einfach sein, wenn das Gerät über einen Schuko-Stecker verfügt. Nur in diesem Fall ist kein Fachbetrieb erforderlich, um den Speicher anzubringen. Die Schläuche bzw. Leitungen für kaltes und warmes Wasser muss man ebenfalls korrekt anbringen. Zwar zeigte die Montageanleitung in mehreren schnellen Tests sehr detailliert, welche Schritte und teils auch Werkzeuge dafür erforderlich sind. Aber es gibt sowohl offene als auch geschlossene Klein-Warmwasserspeicher und diese benötigen unterschiedliche Leitungen sowie Armaturen. Vor der Inbetriebnahme muss also auch die passende Armatur installiert sein. Bei allen Kleinspeichern mit Festanschluss – aber auch wenn man bei der Montage eines steckerfertigen Kleingeräts Bedenken hat – ist es erforderlich, einen Fachmann/-frau zu beauftragen.
Leistungsstarke Warmwasserspeicher montieren
Alle anderen Arten von Warmwasserspeicher erfordern eine fachgerechte Installation durch zugelassene Personen, je nach Gerät in Bezug auf Elektrik, Trinkwasseranschluss oder auch Heizungsanlage sowie Brandschutz. Das gilt nicht nur für Kleinspeicher ab ca. 4 kW und große Wandspeicher, die zusammen den Großteil der Wasserspeicher ausmachen. Dieselben Anforderungen gelten vielmehr auch auch für indirekt beheizte Speicher, Wärmepumpenspeicher sowie großvolumige Kombispeicher. Diese Geräte sind zumal rechtlich und technisch meist Teil der Heizungsanlage. Dabei macht es übrigens keinen Unterschied, ob für das jeweilige Modell ein normale Stromanschluss (teils auch mit Schuko-Stecker) oder ein Starkstromanschluss erforderlich ist.
Die passende Armatur für den Boiler
Achten Sie bei einem Warmwasserspeicher darauf, dass Sie auch die passende Armatur über der Spüle installieren. Die Auswahl der Armatur hängt von Folgendem ab:
Drucklose Kleinspeicher dürfen ausschließlich mit einer Niederdruckarmatur betrieben werden. Diese besitzt drei Anschlüsse: Einer führt das Kaltwasser in die Armatur, die beiden anderen verbinden Armatur und Boiler, damit das Wasser drucklos in den Speicher ein- und ausströmen kann.
Druckfeste Warmwasserspeicher wie größere Elektro-Speicher, emaillierte Standspeicher oder Warmwasser-Wärmepumpen werden hingegen an die normale Hauswasserleitung angeschlossen. Sie arbeiten mit einer druckfesten Standard-Armatur, wie man sie auch bei einer normalen Warmwasserleitung nutzen würde.
Für wen ist ein Warmwasserspeicher das Richtige?
Gut geeignet sind Warmwasserspeicher, wenn Sie vor allem auf jederzeit verfügbares Warmwasser mit konstanten Temperaturen Wert legen.
- Warmwasserkomfort: Warmwasserspeicher verhindern Temperaturschwankungen nahezu vollständig. Das im Speicher bevorratete Wasser wird laufend auf Temperatur gehalten und nachfließendes Kaltwasser automatisch mitaufgeheizt. Denn laut Gesetz muss der Wasservorrat immer 60°C oder heißer sein, da diese Temperatur Legionellen vermeidet. Sehr gute Durchlauferhitzer im Test können Schwankungen allerdings inzwischen auch weitgehend vermeiden.
- Verfügbarkeit: Aufgrund ihres Fassungsvermögens verfügen Warmwasserspeicher über mehrere Liter Heißwasser als Reserve, das beim Aufdrehen von Wasserhahn oder Dusche sofort abgezapft werden kann. Durchlauferhitzer erwärmen Wasser dagegen erst bei Bedarf innerhalb einiger Sekunden. Großgeräte haben auch genug Vorrat zum Baden.
- Hohe Temperaturen: Sehr gute Warmwasserspeicher erreichen bis zu 85°C. Das bietet genug Hitze auch für hygienisches Spülen. Niedrigere Auslauftemperaturen lassen sich an der Armatur durch Beimischen von kaltem Leitungswasser einstellen.
Warmwasserspeicher sind aber nicht immer die richtige Lösung. Unser Vergleich zeigt die Unterschiede zu anderen Warmwasserbereitern.









